Referendum gegen Technologieoffenheit: Ideologie gefährdet die Versorgungssicherheit
Mit der Einreichung des Referendums gegen den indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» wird der Entscheid über die Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke an die Urne getragen. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv setzt sich mit Nachdruck für den Gegenvorschlag ein, denn die Schweiz braucht alle klimaschonenden Optionen statt neuer Denkverbote.
Der indirekte Gegenvorschlag schafft noch kein einziges neues Kernkraftwerk. Er beseitigt lediglich ein pauschales Technologieverbot. Für jedes konkrete Projekt gelten weiterhin umfassende Sicherheitsanforderungen und anspruchsvolle Bewilligungsverfahren.
«Wer in einer unsicheren Welt Optionen ausschliessen will, handelt verantwortungslos und rein ideologisch. Versorgungssicherheit entsteht nicht durch Verbote, sondern durch Wettbewerb, Innovation und einen breiten, technologieoffenen Energiemix», sagt Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv.
Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist eine sichere Energieversorgung keine abstrakte Debatte, sondern eine tägliche Voraussetzung. Das Referendum setzt Versorgungssicherheit, Investitionen und Arbeitsplätze aufs Spiel.
KMU brauchen sicheren und bezahlbaren Strom
Die fortschreitende Elektrifizierung erhöht den Strombedarf. Gleichzeitig bleiben der Ausbau der inländischen Produktion und die Importmöglichkeiten, v.a. im Winter, mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Strommangellagen und hohe Energiepreise treffen KMU besonders hart: Sie verteuern die Produktion, schwächen die Wettbewerbsfähigkeit und hemmen Investitionen in Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort Schweiz.
«Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist eine sichere Energieversorgung keine abstrakte Debatte, sondern eine tägliche Voraussetzung. Das Referendum setzt Versorgungssicherheit, Investitionen und Arbeitsplätze aufs Spiel», sagt Fabio Regazzi, Präsident des sgv.
Es geht nicht um einen Blankoscheck für neue Anlagen, sondern um die Freiheit, kommende Herausforderungen mit den besten verfügbaren Technologien zu lösen. Die Schweizer Energiepolitik braucht Realitätssinn statt Scheuklappen.
Weitere Auskünfte
Fabio Regazzi
Präsident, Ständerat Die Mitte/TI
Urs Furrer
Direktor
Dokumente zum Herunterladen
Referendum gegen Technologieoffenheit: Ideologie gefährdet die Versorgungssicherheit