Erfolg auf ganzer Linie: Steuerliche Entlastung für Erwerbstätige über das Referenzalter hinaus und gezielte Deregulierung zugunsten der KMU
Wer über das Referenzalter hinaus erwerbstätig bleibt, soll steuerlich entlastet werden. Eine parlamentarische Initiative von Nationalrätin und sgv-Vizepräsidentin Daniela Schneeberger hat eine weitere wichtige Hürde genommen: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat ihr mit 7 zu 4 Stimmen Folge gegeben. Bereits zuvor hatte sich die Schwesterkommission des Nationalrats dafür ausgesprochen. Ausserdem ist die parlamentarische Initiative von Ständerat Fabio Regazzi zur Deregulierung mit System überwiesen worden.
Angesichts der Herausforderungen bei der Finanzierung der Sozialversicherungen ist es umso wichtiger, das Potenzial älterer Arbeitskräfte besser zu nutzen. Die Finanzierung der 13. AHV-Rente, die strukturellen Defizite der AHV und die demografische Entwicklung machen eine nachhaltige Reform der Sozialversicherungen dringlich.
«Wir müssen die Anreize stärken, damit sich Erwerbsarbeit auch nach dem Erreichen des Rentenalters lohnt. Wer weiterarbeiten will, soll nicht durch steuerliche Hürden davon abgehalten werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zur besseren Nutzung des Arbeitskräftepotenzials und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels», sagt Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv.
Auch bei der Bundessteuer ist eine Entlastung geplant. Eine ähnliche Motion verlangt, Erwerbseinkommen von Personen, die über das Referenzalter hinaus arbeiten, von der direkten Bundessteuer zu befreien. Hier sieht die WAK-S noch Abklärungsbedarf. Um die beiden Vorstösse aufeinander abzustimmen und mögliche Synergien zu nutzen, soll die Beratung der Motion sistiert werden, bis der entsprechende Bericht der Verwaltung vorliegt.
Wir müssen die Anreize stärken, damit sich Erwerbsarbeit auch nach dem Erreichen des Rentenalters lohnt. Wer weiterarbeiten will, soll nicht durch steuerliche Hürden davon abgehalten werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zur besseren Nutzung des Arbeitskräftepotenzials und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
Positiv ist ausserdem die Überweisung der parlmamentarischen Initiative zur weiteren Deregulierung. Der Vorstoss von Ständerat und sgv-Präsident Fabio Regazzi verpflichtet den Bundesrat, jährlich drei bis fünf konkrete Gesetzesreformen zur Reduktion der regulatorischen Belastung vorzuschlagen. Damit erhält der Bürokratieabbau einen verbindlichen, wiederkehrenden Prozess statt unverbindlicher Absichtserklärungen.
Weitere Auskünfte
Fabio Regazzi
Präsident, Ständerat Die Mitte/TI
Urs Furrer
Direktor
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Erfolg auf ganzer Linie: Steuerliche Entlastung für Erwerbstätige über das Referenzalter hinaus und gezielte Deregulierung zugunsten der KMU