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Der sgv kämpft gegen amtlich bewilligten Schwindel mit dem Schweizerkreuz
Das Schweizerkreuz ist mehr als nur ein Teil der Schweizer Flagge. Es ist ein Symbol, das für Identität, Herkunft, Vertrauen und Schweizer Qualität steht. Darum darf das Schweizerkreuz nur auf Produkten angebracht werden, die in der Schweiz hergestellt werden. Zumindest war dies bis vor kurzem so.
Seit diesem Frühling ist aber alles anders. Die zuständige Bundesbehörde, das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE), beschloss eine als «Präzisierung» getarnte Kehrtwende: Neu darf das Schweizerkreuz auch für Produkte verwendet werden, die im Ausland hergestellt worden sind. Dafür genügt es, wenn irgendeine Tätigkeit, die mit dem Produkt in Zusammenhang steht, in der Schweiz stattgefunden hat und das Schweizerkreuz bei der Beschreibung dieser Tätigkeit (z.B. bei «Swiss Design») angebracht wird. Als Beispiel für solche Tätigkeiten wird häufig Design oder Entwicklung genannt. Es können aber auch völlig unwichtige und nebensächliche Tätigkeiten mit einem Schweizerkreuz beworben werden. Damit werden Tür und Tor für Missbräuche weit geöffnet.
Das Schweizerkreuz wirkt stärker als Worte
Das Schweizerkreuz wirkt sehr viel stärker als relativierende Beschreibungen daneben wie z.B. «Swiss Design». Ein berühmter Werbeforscher schrieb schon in den 90-er Jahren in einem Standardwerk zur Bildkommunikation: «Bilder sind schnelle Schüsse ins Gehirn.» Dieser Satz bringt es auf den Punkt: Bilder werden vom Gehirn in Sekundenbruchteilen aufgenommen, lösen sofort Emotionen aus und bleiben haften. Und starke Bilder wie das Schweizerkreuz überstrahlen den Text daneben.
Das Schweizer Stimmvolk will keine Verwässerung des Schweizerkreuzes
Das Schweizerkreuz gehört dem Schweizer Volk. Darum wollte der Schweizerische Gewerbeverband sgv von Herrn und Frau Schweizer wissen, was sie vom amtlich bewilligten Ausverkauf des Schweizerkreuzes halten. Die im Juli durchgeführte Demoscope-Umfrage zeigt, dass eine klare Mehrheit der Stimmbevölkerung die Praxisänderung ablehnt und angibt, dass dadurch das Vertrauen in die Aussagekraft des Schweizerkreuzes sinkt.
Das Ergebnis der Umfrage bestärkt den sgv im Kampf um die Verteidigung des Schweizerkreuzes. Es darf nicht sein, dass sich eine Schweizer Behörde dem Druck von Konzernen beugt, die im Ausland produzieren, und willkürlich – notabene ohne vorangehende Konsultation – einen Missbrauch amtlich bewilligt und dabei verheerende Folgen für den Produktionsstandort Schweiz in Kauf nimmt.
Der Gewerbeverband verteidigt das Schweizerkreuz auf allen Ebenen
Als einziger Wirtschaftsdachverband spricht der sgv Klartext und kämpft fĂĽr das Schweizerkreuz. Der Präsident und die Vizepräsidentin des sgv, Ständerat Fabio Regazzi und Nationalrätin Daniela Schneeberger, haben in beiden Kammern des Parlaments je eine Motion mit dem Titel «Schweizerkreuz nur fĂĽr in der Schweiz fabrizierte Produkte» (26.3629 | Schweizerkreuz nur fĂĽr in der Schweiz fabrizierte Produkte | Geschäft | Das Schweizer Parlament und 26.3631 | Schweizerkreuz nur fĂĽr in der Schweiz fabrizierte Produkte | Geschäft | Das Schweizer Parlament) eingereicht. Die Kommission fĂĽr Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) hat sich des Themas ebenfalls angenommen und kĂĽrzlich Anhörungen durchgefĂĽhrt. Â
UnterstĂĽtzung fĂĽr den sgv aus Kantonen, Wissenschaft und Wirtschaft
Auch aus den Kantonen erfährt der Schweizerische Gewerbeverband sgv jetzt UnterstĂĽtzung: So hat die Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Waadt, Staatsrätin Isabelle Moret, letzte Woche eine Medienkonferenz durchgefĂĽhrt und dabei die Motionen des sgv-Präsidiums ausdrĂĽcklich unterstĂĽtzt. Â
UnterstĂĽtzung erhält der sgv auch durch Wissenschaft und betroffene Unternehmen: An der Medienkonferenz des sgv vom 11. August 2026 erläuterte der HSG-Marketingprofessor Sven Reinecke, warum mit der neuen IGE-Praxis die Konsumentinnen und Konsumenten getäuscht werden. Silvan Lämmle, Vizepräsident des Verbands Schmierstoffindustrie Schweiz, und Philipp Bosshard, Präsident des Verbandes Schweizerischer Lack- und Farbenfabrikanten (VSLF), beides Familienunternehmer mit Produktionsbetrieben in der Schweiz, illustrierten mit konkreten Beispielen die Schädlichkeit der IGE-Praxisänderung. Claudio Minder, Chef des Schuherstellers Kybun, informierte darĂĽber, warum die IGE-Praxisänderung ein wesentlicher Grund fĂĽr die Verlagerung von 40 Arbeitsplätzen nach Italien ist.Â
Mit einer Petition den Druck weiter erhöhen
Der sgv bleibt am Ball und hält den Druck auf Bundesbern hoch. Darum hat er kürzlich eine Petition gestartet. Wehren Sie sich für die Schweizer KMU und gegen den amtlich bewilligten Ausverkauf des Schweizerkreuzes: Unterschreiben Sie jetzt die Petition Swissness des sgv!
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Weitere Auskünfte
Urs Furrer
Direktor
Der sgv kämpft gegen amtlich bewilligten Schwindel mit dem Schweizerkreuz