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sgv lehnt Zertifikatspflicht ab und fordert die Banken auf, Wort zu halten

06.09.2021 | 13:45

Eine Ausweitung der Zertifikatspflicht ist unverhältnismässig. Es ist nicht erwiesen, dass eine solche Ausweitung zu weniger Hospi­ta­li­sierungen führt. Eine allgemeine Zerti­fi­kats­pflicht ge­fähr­det jedoch Umsätze und damit viele Arbeitsplätze. Nicht zuletzt an­ge­sichts dieser Bedrohung, fordert der sgv die Banken dazu auf, Wort zu halten und auf eine frühzeitige Amor­tisation der Covid-19-Kredite zu ver­zichten.

Die einschneidenden Massnahmen zur Pande­mie­bekämpfung haben zu negativem Wirt­schafts­wachstum geführt. Viele Arbeitsplätze, namentlich in der Gastronomie, sind verloren gegangen. Die Margen der Unternehmen, vor allem in den Dienstleistungsbranchen ist auf etwa 1 Prozent geschrumpft. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht würde diese Lage noch weiter verschlechtern.

Auf der anderen Seite besteht kein empirischer Zusammenhang zwischen der Zertifikatspflicht und der Senkung der Anzahl von Hospitalisierungen, wie Erfahrungen aus dem Ausland bestätigen. Ausser­dem zeigen Zahlen des Bundesamtes für Ge­sund­heit, dass nur die allerwenigsten Ansteckungen in Restaurants, Fitnesscentern oder am Arbeitsplatz erfolgen.

Der sgv fordert die im Covid-19-Gesetz festgehaltene Evidenz-basierte Politik ein. Sie basiert auf der Logik des gezielten Schutzes mit Contact Tracing, Impfen, Testen und den Schutzkonzepten. Mit ihr werden ausgewogene Massnahmen umgesetzt, die den allgemeinen Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft minimieren.

Banken müssen Wort halten

Neue Massnahmen wie die allgemeine Zerti­fi­kats­pflicht werden viele Unternehmen erneut in Schieflage bringen. Umso wichtiger wird es, dass die Banken ihr Wort halten und auf die frühzeitige Amortisation der Covid-19-Kredite verzichten. Es ist völlig inakzeptabel, dass die Bankiervereinigung Ende Juli eine frühzeitige Amortisation der Über­brückungs­kredite ab dem Jahr 2022 empfohlen hat. Dies nachdem die Banken noch im Jahr 2020 gross angekündigt haben, dass die Kredite ihr Beitrag für die Stabilität des Wirtschaftsstandortes seien.

Weitere Auskünfte

Fabio Regazzi
Fabio Regazzi

Präsident, Nationalrat Die Mitte/TI


T +41 91 735 66 00
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Hans-Ulrich Bigler
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Direktor


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