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sgv begrüsst JA zu STAF und fordert Strukturreformen in der AHV

19.5.2019 | 14:30
Der Schweizerische Gewerbeverband sgv und das KMU-Komitee nehmen mit grosser Befriedigung Kenntnis vom JA des Souveräns zur wichtigsten Vorlage der laufenden Legislatur. Ein wichtiger Schritt für die Rechts- und Investitionssicherheit im Wirtschaftsstandort Schweiz. Nach dem Zuschuss zur AHV als sozialer Ausgleich fordert der sgv nun eine echte AHV-Strukturreform.

Das Stimmvolk hat sich klar für die wichtigste Vorlage der laufenden Legislatur ausgesprochen. Der Wirtschaftsstandort Schweiz wird damit nachhaltig gestärkt und erhält gleichlange Spiesse im internationalen Wettbewerb. Es ist namentlich ein JA für ein günstiges Investitionsklima, da die Unternehmen nun wieder die notwendige Rechtssicherheit haben. Die Kantone sind nach diesem klaren Verdikt des Souveräns gefordert, ihre Steuersysteme zu reformieren.

Echte AHV-Reform gefordert

Nach dem AHV-Zuschuss als sozialer Ausgleich zur Vorlage, muss jetzt eine echte AHV-Strukturreform einsetzen. Die Eckwerte dieser Reform sind, wie von BR Berset im Abstimmungskampf bestätigt, vorgegeben. Es sind dies die Erhöhung des Rentenalters auf 65/65 und die Anrechnung der AHV-Finanzierung der AHV-Steuervorlage an die Rentenreform.

Nach der Erhöhung der Lohnprozente um 0.3 kann der sgv nur noch eine Erhöhung von höchstens zusätzlichen 0.3 Prozent der Mehrwertsteuer befürworten. Als unverzichtbares Element der Reform fordert der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft zudem eine zweistufige Stabilisierungsregel. Fällt der Deckungsgrad des AHV-Fonds in einer ersten Phase unter 100 Prozent, müssen Bundesrat und Parlament eine Stabilisierungslösung finden. Scheitert das Parlament bei diesem Vorhaben, beginnt ab einem Deckungsgrad des AHV-Fonds von unter 80 Prozent ein Automatismus mit einer schrittweisen Erhöhung des Rentenalters zu greifen.

Niederlage der grünen Ideologie

Das Abstimmungsresultat ist ein Sieg des intelligenten Kompromisses und eine Niederlage für den pur ideologischen Widerstand der Grünen und Grünliberalen. Die Schlagwortpolitik mit dem Ziel der Wählerbewirtschaftung hat an der Urne eine deutliche Abfuhr erlitten. Die Gegner der Vorlage vermochten mit ihrem plumpen Populismus keine valablen Alternativen aufzuzeigen und wurden vom Souverän durchschaut.

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Jean-François Rime
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Hans-Ulrich Bigler
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