Nach oben

Der sgv ist enttäuscht über den heutigen Entscheid des Ständerates. Statt auf eine Erhöhung der Lohnbeiträge zu verzichten und das kleinere Übel über die Mehr­wert­steuer zu wählen, bleibt der Ständerat bei seinem Entscheid: Die Finanzierung der 13. AHV-Rente soll über höhere Lohnbeiträge und über die Erhöhung der Mehr­wert­steuer erfolgen. Das ist denkbar schlecht für die Schweizer Wirtschaft in einer ohnehin volatilen und schwierigen wirt­schaft­lichen Zeit.

19.03.2026 | 14:00

Mit dem heutigen Beschluss bürdet der Ständerat den Unternehmen und den Erwerbstätigen eine zusätzliche Last auf.  Das ist ein schlechter Entscheid für die KMU, für die arbeitende Bevölkerung und für die Jungen. Und es ist ein schlechtes Signal für die Schweizer Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

Urs Furrer: Unverantwortliche Handlung

«Die Arbeitskosten in der aktuellen Lage weiter zu erhöhen, ist unverantwortlich», sagt Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewer­be­verbandes. Für viele KMU bedeute jede Beitragserhöhung Geld, das fehlt für Investitionen, Löhne, Aus- und Weiterbildungen oder Inno­vationen. 

Die Arbeitskosten in einer ohnehin volatilen und schwierigen wirtschaftlichen Zeit weiter zu erhöhen, ist unverantwortlich.

Auch ein Automatismus zur Einnahmenerhöhung, sollte der AHV-Fond unter die Schwelle von 80 Prozent sinken, lehnt der sgv ab. Denn ein solcher Mechanismus käme einem Blankoscheck für weitere Mehrbelastungen gleich, anstatt endlich die notwendigen strukturellen Reformen anzugehen.

Nach wie vor verlangt der sgv eine Gesamtbetrachtung der AHV-Finanzierung unter Einbezug einer Expertengruppe, wie es der überwiesene Vorstoss von Ständerat und sgv-Präsident Fabio Regazzi verlangt. Die 13. AHV-Rente darf nicht isoliert, in Etappen und zulasten der Arbeit finanziert werden. Ihre Finanzierung muss in eine umfassende und nachhaltige Reform der AHV eingebettet sein.

Weitere Auskünfte

Regazzi Fabio
Fabio Regazzi

Präsident, Ständerat Die Mitte/TI

Dokumente zum Herunterladen

Finanzierung der 13. AHV-Rente: Der Ständerat lässt KMU und arbeitende Bevölkerung im Stich
Finanzierung der 13. AHV-Rente: Der Ständerat lässt KMU und arbeitende Bevölkerung im Stich