Das wuchtige Nein der Schweizer Stimmberechtigten zur JUSO-Initiative ist ein Erfolg für die Schweizer KMU, für unsere Familienunternehmen und für das ganze Land. Schweizerinnen und Schweizer halten Unternehmertum und Wirtschaft hoch, im Wissen um deren Bedeutung für den Zusammenhalt zum Gesamtwohl der Gesellschaft. KMU schaffen Jobs, Lehrstellen und Wert-schöpfung. Die Kampagne des sgv mit der Botschaft «Gewerbe schafft Jobs, JUSO zerstört», konnte der Stimmbevölkerung erfolgreich vermittelt werden. Sie lehnt eine 50%-Erbschaftssteuer auf Erbschaft und Schenkung klar ab.
Starke Mobilisierung unter den KMU
Die Mobilisierung unter den KMU war gross. Das Gewerbe hat realisiert, dass es hier letztlich um ihre Existenz geht. KMU sind standortgebunden und auf Rahmenbedingungen angewiesen, welche unternehmerisches Wirken honorieren statt bestrafen. «Deshalb kämpft der Schweizerische Gewerbeverband auch gegen die immer grösser werdende Bürokratie. Diese führt zu einem immer grösseren Staatsapparat und immer mehr Regulierung, welche das Gewerbe bei der Arbeit behindert», sagt Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv. Das darf nicht sein. Umso wichtiger sind für den sgv Entlastungen, wie sie jetzt mit dem jüngsten Paket des Bundes angekündigt wurde. Allerdings muss hier genau hingeschaut werden, welche Entlastungen tat-sächlich Wirkung zeigen und wo es sich um Mogelpackungen handelt.
Und die nächste Klima-Abstimmung ist schon vor der Türe
Die KMU nehmen das Thema CO2-Fussabdruck und Nachhaltigkeit sehr ernst. Der Gewerbeverband engagiert sich auf allen Ebenen: Von der aktiven Mitwirkung des sgv in der schweizerischen Delegation an der kürzlich durchgeführten internationalen Klimakonferenz bis hin zur Unterstützung von Initiativen wie beispielsweise des Green Tech Kompetenz-Netzwerk Graubünden durch kantonale Gewerbeverbände. Praxistauglichen Lösungen entstehen von der gewerblichen Basis aus und nicht aus ideologisch geprägten Initiativen. Über eine weitere ideologisch geprägte Volksinitiative stimmen wir bereits am 8. März 2026 wieder ab: Der sgv hat bereits die Nein-Parole zur Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» beschlossen. Diese Initiative ist auch deshalb verfehlt, weil sie entweder zu Steuererhöhungen oder zu einer Neuverschuldung des Bundes führen würde. Beides wäre schlicht unverantwortlich.