Ständerat gegen flexible Ladenöffnungszeiten - Chance vertan
Der Ständerat will keine flexiblen der Ladenöffnungszeiten. Damit schadet er vor allem dem Schweizer Detailhandel. Denn: Flexiblere Öffnungszeiten führen insgesamt zu mehr Wettbewerb und bekämpfen den Einkaufstourismus. Da die Teilharmonisierung keine Änderung des Arbeitsrechts darstellt, ist sie auch sozialverträglich. Für den weiteren Verlauf der parlamentarischen Beratung fordert der sgv vom Nationalrat eine Kurskorrektur.
Ein wichtiger Grund für den übermässigen Einkaufstourismus ins nahe Ausland sind unpraktische Ladenöffnungszeiten in der Schweiz. Das Gesetz über die Ladenöffnungszeiten ist eine geeignete Gegenmassnahme und verbessert die Rahmenbedingungen für den Schweizer Detailhandel. Nur wenn dieser die Möglichkeiten erhält, sich gut zu positionieren, kann der Einkaufstourismus am effektivsten und günstigsten bekämpft werden. Die verbesserten Einkaufsmöglichkeiten bringen insbesondere auch für die Kunden Vorteile, da der Detailhandel auf ihre Bedürfnisse besser eingehen kann. Die Vorlage kann ohne Änderungen im Arbeitsrecht umgesetzt werden.
Das alles scheint der Ständerat zu verkennen. Die kleine Kammer erliegt abstrakten ideologischen Kampfparolen, die mit der vorliegenden Vorlage nichts zu tun haben. Der Nationalrat hat als Zweitrat die Chance, diesen grossen Fehler zu korrigieren. Als grösster Dachverband der Schwei-zer Wirtschaft fordert des sgv eine Kurskorrektur und die rasche Annahme der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten.
Weitere Auskünfte
Hans-Ulrich Bigler
Direktor
Henrique Schneider
Im Mandatsverhältnis für den sgv tätig
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