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sgv lehnt Zertifikatspflicht ab und fordert verbindliches Ausstiegsszenario

24.09.2021 | 14:30

Die Zertifikatspflicht ist als Massnahme unver­hältnismässig. Einerseits ist nicht erwiesen, dass sie zu weniger Hospi­ta­li­sierungen führt, ande­rer­seits gefähr­det sie jedoch Umsätze und damit auch viele Arbeitsplätze. Solange die Zerti­fi­kats­pflicht besteht, müssen die Tests gratis bleiben. Sonst wird ein Teil der Bevölkerung syste­ma­tisch aus­ge­grenzt und die Wirtschaft verliert weiter an Umsätzen. Der Schwei­ze­rische Gewer­be­verband sgv fordert vom Bundesrat ein verbindliches Aus­stiegs­szenario aus der Zertifikatspflicht bis hin zur Normalität.

Zwischen Zertifikatspflicht und der Senkung der Anzahl von Hospitalisierungen besteht kein empirischer Zusammenhang, wie Erfahrungen aus dem Ausland bestätigen. Ausserdem zeigen Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit, dass nur die allerwenigsten Ansteckungen in Restaurants, Fit­ness­centern oder am Arbeitsplatz erfolgen. Für den grössten Dachverband der Schweizer Wirtschaft ist die Zertifikatspflicht deshalb unverhältnismässig und muss ab sofort beendet werden. Der sgv fordert den Bundesrat auf, ein verbindliches Ausstiegsszenario aus den zurzeit geltenden Massnahmen aufzuzeigen. Die Tests sind wie auch das Contact-Tracing und die Impfung integraler Bestandteil der Logik des gezielten Schutzes, welcher im Covid-Gesetz fest­gelegt ist. Die Tests müssen möglichst frei und flächendenkend zugänglich bleiben. Der sgv plädiert deshalb weiter für Gratistests.

Weitere Auskünfte

Fabio Regazzi
Fabio Regazzi

Präsident, Nationalrat Die Mitte/TI


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Hans-Ulrich Bigler
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