Beim Klimaschutz liegt die Schweiz bestens auf Kurs
21 novembre 2008
Der gut verschwiegene Erfolg
Allen Klima-Unken zum Trotz: Neuste Berechnungen des Bundesamts für Umwelt BAFU zeigen, dass die Schweiz ihre bis Ende 2012 geltenden internationalen Verpflichtungen im Klimaschutz erfüllen kann. Allerdings weiss bisher fast niemand davon…
Allein den Medienleuten des Centre Patronal (CP) ist es zu verdanken, dass eine positive Information aus dem Umweltbereich nun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird. Denn die ökologisch angeblich sooo engagierten Medien haben die BAFU-Meldung vom vergangenen 24. Oktober, die unter dem Titel „Die Schweiz ist für die erste Etappe im Klimaschutz auf Zielkurs“ lief, gar nicht thematisiert. CP holt es nun nach und verbreitet die gute Kunde, dass dank des Engagements der Wirtschaft die Schweiz voraussichtlich ihre Ziele zur Reduktion der Treibhausgase erreichen kann.
Mit dem Ja zum Kyoto-Protokoll hat sich unser Land 2003 verpflichtet, den Ausstoss von klimaerwärmenden Treibhausgasen bis 2012 um 8 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken (von 52,8 auf 48,6 Millionen Tonnen). Das Parlament setzte noch eines drauf: Das CO2-Gesetz verlangt in der gleichen Zeit sogar eine Reduktion um 10 Prozent. Dies soll vorab durch die CO2-Abgabe auf Brennstoffen, den privatwirtschaftlichen Klimarappen auf Treibstoffen und Zielvereinbarungen des Bundes mit der Wirtschaft erreicht werden. Dank eines stetigen Engagements der Wirtschaftsverbände spielen freiwillige Reduktionsmassnahmen eine wichtige Rolle.
Diese Anstrengungen zeigen bereits erste Erfolge. BAFU-Berechnungen zeigen, dass das erste Ziel – die Reduktion um 8 Prozent – nicht nur erreicht, sondern gar übertroffen werden dürfte. Der Ausstoss von Treibhausgasen sinkt voraussichtlich auf 48,4 Millionen Tonnen, um 0,2 Millionen Tonnen mehr als festgelegt. Rund zwei Drittel der Einsparungen werden im Inland generiert, der Rest dank ausländischen Emissionszertifikaten. Das zweite Ziel – die gesetzlich vorgesehene CO2-Reduktion um 10 Prozent – liegt laut BAFU dank einer neuen Vereinbarung mit der Stiftung Klimarappen bezüglich der Verwendung ihrer Reserven ebenfalls in Reichweite, zumal es durch die wirtschaftliche Entwicklung einen Rückgang beim Energieverbrauch geben dürfte.
Dass diese höchst erfreuliche Meldung von den schweizerischen Medien nicht verbreitet wurde, ist wohl kein Zufall. Für Agathe Tobola Dreyfuss, Energie-Fachfrau des sgv, steht jedenfalls fest: „Die grosse Mehrheit der Medienleute setzt sich für den Ausbau der CO2-Abgabe, wie ihn Links-Grün, Bundesrat Leuenberger und das BAFU propagieren. Dazu passen Berichte über erfolgreiche Anstrengungen der Privatwirtschaft eben nicht.“ Man erlebe ähnliche Probleme auch im Verkehrsbereich, insbesondere bei der LSVA und beim Neuwagenverkauf: „Zahlen und Studien, die das Transportgewerbe entlasten oder gegen weitere Erhöhungen von Abgaben sprechen, werden zumeist verschwiegen.“ Michael Gehrken, Direktor des Nutzfahrzeugverbandes Astag, teilt diese Meinung. „Es ist eine wichtige Aufgabe der betroffenen Verbände – und insbesondere des sgv – mit einem klaren Kommunikationskonzept für korrekte Information zu sorgen. Das ist zwar mühsam, aber durchaus machbar, denn die Schweizer Öffentlichkeit lässt sich bekanntlich nicht gern manipulieren, weder von der Politik noch von den Medien.“
Patrick M. Lucca







