themen
Detailansicht
service

Energiepolitik: Nebulös und kontraproduktiv

01. Dezember 2011

Medienmitteilung

Für den Schweizerischen Gewerbeverband sgv ist es inakzeptabel, dass die sogenannte Energiewende zu einer Verdoppelung der Energiepreise führt. In einer Situation, in welcher die zukünftige Energiepolitik der Schweiz von Unwäg­bar­keiten und Unbekannten geprägt ist, ist die Ankündigung einer nebulösen Steuerreform weder hilfreich noch zielführend. Wer sich vom Bundesrat eine Konkretisierung der Energiepolitik versprach, ist bitter enttäuscht worden. Neben einigen offen gehaltenen Vorschlägen, kamen nur noch wenig ausgereifte Konzepte zum Vorschein. Der sgv steht zu einer auf marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgerichteten Energiestrategie 2050. Zusätzliche Steuern, die der Willkür Tür und Tor öffnen, lehnt der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft aber dezidiert ab.

Während der Bundesrat von Förderung und Lenkung spricht, ist es nach Meinung des sgv effizienter, die Energiepolitik in drei Schritten zu gestalten: Anreize schaffen – Fördern – Lenken. Zu Beginn des Prozesses muss die Schaffung von positiven Anreizen stehen, namentlich die Belohnung besonders effizienter Unternehmen und die Verbes­serung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Im bundesrätlichen Vorschlag sind zwar verschiedene solche Massnahmen enthalten, beispielswiese Effizienzboni, steuerliche Anreize für energetischen Sanierungen und die Vereinfachung von Bewilligungs­ver­fahren. Was der Vorschlag aber auch beinhaltet, eine Verdoppelung der Strompreise, ist nicht akzeptabel. Zudem sind weitere Zwangsmassnahmen nicht ausgeschlossen, beispielsweise eine zusätzliche Lenkungsabgabe oder die ökologische Steuerreform.

Was ist eine ökologische Steuerreform?
Diese Frage wird vom Bundesrat nicht beantwortet. Stattdessen spricht er von ver­schie­denen überprüfbaren Modellen. Fakt ist: Die meisten angedeuteten Modelle schaffen eine Mehrbelastung für die Wirtschaft sowie Preiserhöhungen für die Konsumenten. Dies führt zu Wohlstandsverlusten, einer Gefährdung von Arbeitsplätzen und der Verminderung der Lebensqualität der Bevölkerung.

Unklarheit, fehlende strategische Perspektiven und die drohende Schwächung des Standortes Schweiz durch eine markante Verteuerung der Energiepreise sind die Hauptmankos der Vorschläge des Bundesrates. Gerade im heutigen von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfeld muss die Lösung auf Innovation und Unternehmertum setzen. Der sgv steht deshalb weiterhin zu den Chancen einer integralen Klima- und Energiepolitik, welche auf marktwirtschaftlichen Instrumenten basiert.

 
Weitere Auskünfte
Hans-Ulrich Bigler, Direktor, Tel. 031 380 14 14, Mobile 079 285 47 09
Henrique Schneider, Ressortleiter, Tel. 031 380 14 38, Mobile 079 237 60 82


Medienmitteilung als PDF-Datei herunterladen

 

Die Nummer 1: Als grösste Dachorganisation der Schweizer KMU-Wirtschaft
vertritt der sgv 280 Verbände und gegen 300 000 Unternehmen

 

Suche


Mitglieder Login

Kennwort vergessen?





STELLENINSERAT

Der Schweizerische Gewer­be­verband sgv, die Nummer 1 der Schweizer KMU-Wirtschaft, vertritt 250 Verbände und gegen 300'000 Unter­nehmen. Im Interesse der Schweizer KMU setzt sich der sgv als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft für optimale wirtschaftliche und politische Rahmen­be­ding­ungen sowie für ein unter­neh­mens­freund­liches Umfeld ein. Wir suchen für die Schweizerische Gewerbevezeitung sgz den/die 

Journalisten/Journalistin 80%


 

Stiftung KMU Schweiz

 


Unsere Partner

Direktlinks