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Aufruf zur Frankenstärke: Schweizer kaufen in der Schweiz ein!

29. Juli 2011

Medienmitteilung

Mit grosser Sorge verfolgt der Schweizerische Gewerbeverband sgv als grösster Wirtschaftsdachverband der Schweiz die Entwicklung der Frankenstärke. Die Schweiz hat als Willensnation gelernt, Herausforderungen gemeinsam anzupacken und sie zu meistern. Die Lebensqualität der Bevölkerung und der herausragende Wirtschafts­stand­ort sind eng miteinander verknüpft. Innovation, Fortschritt, ein gesunder Branchen- und Grössenmix haben die Schweiz zu einem der fort­schritt­lichsten und wettbewerbs­fähigsten Länder weltweit gemacht. Deshalb ruft der sgv alle Wirtschaft­sakteure auf, sich als Willensnation Schweiz solidarisch zu zeigen; dies bedeutet auf der einen Seite, im Inland einzukaufen oder inländische Lieferanten zu bevorzugen. Auf der anderen Seite sollen Währungs­gewinne weitergegeben werden.

Von der Politik verlangt der sgv die unermüdliche Arbeit an der Deregulierung, die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen für die unternehmerische Entfaltung und eine allgemeine Vereinfachung der Zollverfahren für die Exportwirtschaft.

In einem Brief an den Preisüberwacher, die Wettbewerbskommission und das Staatssekretariat für Wirtschaft fordert der sgv diese dazu auf, den Markt auf Herz und Nieren zu überprüfen, denn verschiedene Anzeichen für Wettbewerbsverzerrungen sind vorhanden: Vertikalabsprachen behindern die Weitergabe von Währungsgewinnen und Markt- oder Preisabsprachen verhindern eine effiziente Entwicklung des Marktes. Der sgv erwartet von den angeschriebenen Bundesstellen, dass sie diese Haltung teilen und nach aussen tragen.

Der sgv ist sich bewusst, dass die Frankenstärke das Produkt einer im internationalen Vergleich guten Wirtschaftspolitik ist. Wir dürfen das allgemeine Vertrauen, welches die Schweiz geniesst, nicht aufs Spiel setzen. Wir dürfen aber auch nicht zulassen, dass weite Teile unserer Wirtschaft leiden. Der Wirtschaftsstandort Schweiz, das damit verbundene Know-how und die Arbeitsstellen würden dadurch bedroht.

Es ist deshalb sinnvoll, an die Solidarität der Marktteilnehmer untereinander zu appellieren. Die Willensnation Schweiz muss auch in Zukunft weiterhin führend und wettbewerbsfähig bleiben. Gerade am Vorabend unseres Nationalfeiertages braucht es mehr als Worte, sondern gelebte Solidarität, die sich in Taten ausdrückt.

 
Weitere Auskünfte
Hans-Ulrich Bigler, Direktor, Tel. 031 380 14 20, Mobile 079 285 47 09
Henrique Schneider, Ressortleiter, Tel. 031 380 14 38, Mobile 079 237 60 82


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