Polit-Prominenz mit Strassentheater gegen ungerechte AHV-Reform

07. August 2017

Medienmitteilung

Alt SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi als greiser Rentner, FDP-Frauen-Präsidentin Doris Fiala als Jugendschreck oder SVP-Nationalrätin Nadja Pieren als Touristin. Insgesamt engagieren sich sieben national bekannte Politikerinnen und Politiker verkleidet und anonymisiert in einem Strassentheater im Kampf gegen die ungerechte AHV-Reform. Videos der Auftritte wurden über den Sommer in den sozialen Medien mehrere hunderttausend Mal angeschaut (www.so-ungerecht.ch). Seit heute ist klar, welche Polit-Prominenz hinter den Theaterrollen steckt.

«Die AHV-Reform bestraft Rentner, die für einen AHV-Ausbau zur Kasse gebeten werden, selber aber keinen Rappen mehr erhalten. Ich spiele einen greisen Rentner, der zur Seite gedrängt und benachteiligt wird. Damit mache ich auf diese Unge­­rechtig­­keit aufmerksam», sagt alt-SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi. «Diese Reform geht voll auf Kosten der heutigen Rentner. Das wollen wir mit dieser Schauspiel-Aktion zeigen», ergänzt SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger, die im Theater eine Pflegerin spielt.

Die Reform ist ein Verrat an den Jungen
«Nicht nur die Rentner auch die Jungen werden mit dieser Reform verraten. Sie sollen einen ungedeckten Scheck von 1.4 Milliarden Franken jährlich übernehmen», sagt Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, der als Strassenkünstler auftritt. «Das ist eine Kündigung des Generationenvertrags.» Der Verrat an den Jungen ist auch für SVP-Nationalrätin Nadja Pieren inakzeptabel: «Es muss uns kümmern, ob unsere Kinder oder Enkel überhaupt noch eine Chance haben, je eine Rente zu bekommen. Mit der jetzigen Reform wird das direkt in Frage gestellt.»

«Büezer» bezahlen Rentengeschenke an Millionäre
«Die AHV-Reform ist gerade für Leute mit wenig Einkommen eine grosse Belastung. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer kostet jedes Café und jeder Kinoeintritt mehr. Das alles um Rentengeschenken von monatlich 70 Franken im Giesskannenprinzip auch an Reiche zu finanzieren», erklärt SVP-Nationalrat Erich Hess seine Rolle als Gast am Beizen-Stammtisch. «Wer Ergänzungsleistungen braucht und wirklich auf Unterstützung angewiesen ist, dem werden wegen dem AHV-Ausbau gleichzeitig die Beiträge bei der Ergänzungsleistung gekürzt. Am Ende haben genau diese Leute weniger im Portemonnaie. Das ist ungerecht und unsinnig», sagt sgv-Direktor und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler als Beizenkollege von Erich Hess.

Affront gegen die Frauen
«Die AHV-Reform ist eine Scheinreform, die viel kostet und gar nicht saniert. Die Frauen sollen ein Jahr länger arbeiten. Das würde wichtige Einsparungen bringen. Doch diese werden mit dieser ungerechten Ausbauvorlage gerade wieder zunichte­gemacht. So fahren wir die AHV als unser wichtigstes Sozialwerk an die Wand», sagt FDP-Frauen-Präsidentin und Nationalrätin Doris Fiala, «Die Theateraktion und die Videos sind eine unkonventionelle Art, um auf die massiven negativen Auswirkungen dieser Scheinreform aufmerksam zu machen.

Sämtliche Videos der Strassentheater finden Sie unter www.so-ungerecht.ch

Weitere Auskünfte
Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Nationalrat FDP/ZH, Mobile 079 285 47 09
Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat SVP/ZH, Mobile 079 348 80 43
Doris Fiala, Präsidentin FDP-Frauen Schweiz und Nationalrätin FDP/ZH, Mobile 079 611 84 17
Nadja Pieren, Nationalrätin SVP/BE, Mobile 079 237 18 08
Erich Hess, Nationalrat SVP/BE, Mobile 079 328 77 86
Sandra Sollberger, Nationalrätin SVP/BL, Mobile 079 489 61 92
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, Mobile 079 367 58 31


Medienmitteilung als PDF-Datei herunterladen





Die Nummer 1:    Als grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300 000 Unternehmen.