Bildungspolitik: Schulische Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung
Medienkonferenz vom 22. September 2011
Eine Berner Untersuchung hat es zutage gefördert: Jede fünfte Lehre wird vorzeitig abgebrochen. In anderen Kantonen ist die Zahl der Lehraussteigerinnen und Aussteiger nicht kleiner. Die Gründe für die Lehrabbrüche sind vielfältig, aber eine Ursache zeigt sich immer wieder: Die Berufsrealität deckt sich nicht mit den Berufswünschen und Berufsvorstellungen.
Für den Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, Hans-Ulrich Bigler, ist dies ein unhaltbarer Zustand. „Die KMU-Wirtschaft hat alles Interesse daran, allen jungen Menschen eine geeignete Arbeitsstelle anzubieten.“ Es sei falsch, so Bigler weiter, wenn junge Frauen und Männer wegen einer falschen Berufswahl den Einstieg ins Berufsleben verpassen und über kurz oder lang in der Arbeitslosigkeit landen.
Um Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Berufswahl zu erleichtern, lanciert der Schweizerische Gewerbeverband sgv zusammen mit der Schweizer Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren das Projekt „berufliche Anforderungsprofile“. Bis im Februar 2012 werden die ersten drei Anforderungsprofile erstellt (für Polymechaniker sowie für Angestellte im Gesundheitsbereich und im Detailhandel). Zwölf weitere Profile werden bis im Herbst 2012 erarbeitet. Damit sind rund ein Viertel aller Lehrverhältnisse abgedeckt. Nach einer eingehenden Analyse folgt die Erstellung der restlichen Berufsprofile.
Unterlagen der Medienkonferenz "Bildungspolitik: Schulische Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung" vom 22.09.2011 (PDF-Dateien)
- Medienmitteilung
- Referat Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv: Projekt „Schulische Anforderungsprofile für die berufliche Grundbildung“
- Referat Hans Ambühl, Generalsekretär Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren EDK
- Medienmappe (enthält die Medienmitteilung sowie die beiden Referate)







